Was kostet eine Wärmepumpe für 120 m²?
Für 120 Quadratmeter Wohnfläche brauchst du meist 8 bis 10 kW Heizleistung. Wir zeigen dir die realistischen Kosten 2026 – inklusive Förderung und Betrieb.
120 Quadratmeter Wohnfläche – das ist die Größe vieler deutscher Einfamilienhäuser. Doch was kostet eine passende Wärmepumpe wirklich? Die Antwort hängt weniger von der Fläche als vom energetischen Zustand deines Hauses ab. Hier findest du konkrete Zahlen für 2026.
Welche Heizleistung brauchst du bei 120 m²?
Als Faustregel gilt: Wohnfläche mal spezifischer Heizlast ergibt die benötigte Kilowatt-Leistung. Für 120 m² bedeutet das je nach Gebäudezustand:
- Gut saniert / Neubau: 6 – 8 kW (ca. 50 – 70 W/m²)
- Teilsaniert (Fenster, Dach): 8 – 10 kW (ca. 70 – 85 W/m²)
- Unsanierter Altbau: 10 – 14 kW (ca. 85 – 120 W/m²)
Verbindlich ist nur eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen Fachbetrieb. Sie kostet 400 bis 800 Euro und ist Voraussetzung für die KfW-Förderung.
Kosten nach Sanierungszustand
Die Gesamtkosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau, Pufferspeicher und hydraulischem Abgleich liegen für 120 m² typischerweise in dieser Spanne:
| Gebäudezustand | Heizleistung | Gesamtkosten (brutto) |
|---|---|---|
| Neubau / gut saniert | 6 – 8 kW | 18.000 – 24.000 € |
| Teilsaniert | 8 – 10 kW | 22.000 – 28.000 € |
| Unsanierter Altbau | 10 – 14 kW | 26.000 – 35.000 € |
Im Branchendurchschnitt landen viele Projekte bei 27.000 bis 32.000 Euro brutto – das entspricht etwa 225 bis 270 Euro pro Quadratmeter. Wer in einem unsanierten Altbau wohnt, sollte eher mit der oberen Spanne planen, weil größere Geräte und eventuell Heizkörpertausch die Kosten nach oben treiben.
Was bleibt nach der Förderung?
Über das KfW-Programm 458 erhältst du ab dem 21. Juli 2026 als selbstnutzender Eigentümer bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 28.000 Euro Basis). Im Standardfall mit Grundförderung (30 %) und Klimageschwindigkeitsbonus (16 %) ergibt das 46 Prozent – also rund 12.880 Euro Zuschuss bei voll ausgeschöpfter Förderbasis.
Bei einem Projekt für 28.000 Euro brutto bleiben im Standardfall etwa 15.120 Euro Eigenanteil. Mit Einkommensbonus kann der Zuschuss auf bis zu 80 Prozent steigen. Berechne deinen individuellen Anteil im Förderrechner.
Tipp: Ein hydraulischer Abgleich (500 – 1.200 €) ist Fördervoraussetzung und senkt gleichzeitig den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent.
Betriebskosten pro Jahr
Bei einer JAZ von 3,5 und einem Heizwärmebedarf von 12.000 kWh rechnest du mit 900 bis 1.400 Euro Heizstrom pro Jahr (bei 0,28 – 0,32 €/kWh). Mit einer passenden Photovoltaik-Anlage sinken die Kosten deutlich, weil du tagsüber Eigenstrom für die Wärmepumpe nutzt.
Fazit
Für 120 m² rechnest du 2026 mit 22.000 bis 32.000 Euro brutto für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe – nach Förderung oft 9.000 bis 18.000 Euro Eigenanteil. Entscheidend ist der Sanierungszustand: Je besser gedämmt, desto kleiner und günstiger fällt die Anlage aus. Starte mit dem Wärmepumpen-Check oder der kostenlosen Beratung – Klimakraft vermittelt dir den passenden Fachbetrieb vor Ort.
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