Förderung

Photovoltaik-Förderung 2026: 0 % Mehrwertsteuer, Einspeisevergütung & KfW-Kredit

Zwar gibt es für PV keine klassischen Zuschüsse mehr – die steuerlichen Vorteile und die garantierte Einspeisevergütung machen die Anlage 2026 aber trotzdem hochattraktiv.

13. Juli 20262 Min. LesezeitKlimakraft Redaktion
Photovoltaik-Förderung 2026: 0 % Mehrwertsteuer, Einspeisevergütung & KfW-Kredit

Anders als bei der Wärmepumpe gibt es für private Photovoltaikanlagen 2026 keine großen Bundeszuschüsse mehr. Das klingt zunächst ernüchternd – doch die verbliebenen Förderinstrumente sind so wirkungsvoll, dass sich eine PV-Anlage heute schneller rechnet als je zuvor. Wir geben den Überblick.

Der Nullsteuersatz: 0 % Mehrwertsteuer

Das mit Abstand wichtigste Förderinstrument ist der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG. Für die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf oder an Wohngebäuden fällt keine Umsatzsteuer an.

Konkret bedeutet das: Du sparst 19 Prozent gegenüber dem früheren Bruttopreis. Bei einer Anlage für 20.000 Euro netto entspricht das rund 3.800 Euro. Der Nullsteuersatz gilt unbefristet und ohne Antragstellung – der Vorteil ist bereits im Angebot enthalten.

Einkommensteuerbefreiung

Für Anlagen bis 30 kWp sind die Einnahmen aus der Einspeisung sowie der Wert des selbst verbrauchten Stroms einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Du musst die Erträge deiner kleinen Dachanlage in der Regel also nicht in der Steuererklärung angeben – das spart Aufwand und Geld.

Die Einspeisevergütung

Für jede Kilowattstunde, die du ins öffentliche Netz einspeist, erhältst du eine gesetzlich garantierte Vergütung – und zwar für 20 Jahre plus das Inbetriebnahmejahr fest.

AnlagengrößeTeileinspeisungVolleinspeisung
bis 10 kWp7,78 ct/kWh12,34 ct/kWh
über 10 bis 40 kWp6,73 ct/kWh10,35 ct/kWh

Diese Sätze gelten für Anlagen mit Inbetriebnahme zwischen dem 1. Februar und 31. Juli 2026. Zum 1. August 2026 sinken sie planmäßig um rund ein Prozent. Für die meisten Eigenheime ist die Teileinspeisung der Normalfall: Du nutzt den günstigen Solarstrom selbst und speist nur den Überschuss ein.

Zinsgünstiger Kredit über die KfW

Wer die Investition finanzieren möchte, kann den KfW-Kredit "Erneuerbare Energien – Standard" (Programm 270) nutzen. Damit lassen sich PV-Anlage und Batteriespeicher zu vergünstigten Konditionen finanzieren. Den Antrag stellst du vor Vorhabenbeginn über deine Hausbank.

Regionale Förderprogramme

Zusätzlich legen einzelne Bundesländer, Kommunen und Stadtwerke immer wieder eigene Zuschussprogramme auf – häufig für Batteriespeicher oder Balkonkraftwerke. Diese Töpfe sind oft schnell ausgeschöpft. Klimakraft prüft für deinen Standort, welche regionalen Programme aktuell verfügbar sind.

Warum sich PV 2026 besonders lohnt

Der eigentliche wirtschaftliche Hebel liegt heute weniger in der Einspeisung als im Eigenverbrauch. Jede selbst genutzte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzstrom von rund 35 bis 40 Cent. In Kombination mit einem Speicher, einer Wärmepumpe oder einem E-Auto steigt der Eigenverbrauchsanteil deutlich – und damit die Rendite deiner Anlage.

Fazit

Auch ohne klassische Zuschüsse ist die Photovoltaik-Förderung 2026 stark: Der Nullsteuersatz senkt die Anschaffungskosten spürbar, die Einspeisevergütung sichert 20 Jahre planbare Erträge und der Eigenverbrauch macht dich unabhängiger vom Strompreis. Wir berechnen im kostenlosen Angebot, wie schnell sich deine Anlage amortisiert.

Hinweis: Alle Angaben Stand Juli 2026. Vergütungssätze und Steuerregeln können sich ändern.

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