Heizungstausch

Ölheizung durch Wärmepumpe ersetzen: Das musst du wissen

Öltank, Schornstein, Förderung: Beim Tausch einer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe gibt es Besonderheiten. Wir erklären Ablauf, Kosten und den maximalen KfW-Zuschuss.

16. Juli 20262 Min. LesezeitKlimakraft Redaktion

Eine Ölheizung zu betreiben wird immer teurer – durch steigende CO₂-Kosten, den Ausstieg aus fossilen Energien und den Wunsch nach Unabhängigkeit. Der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist 2026 die beste Alternative, und der Staat fördert ihn besonders großzügig. Hier erfährst du, was beim Öl-zu-Wärmepumpe-Tausch anders ist und wie du den maximalen Zuschuss sicherst.

Besonderheiten beim Ölheizungs-Austausch

Anders als bei Gas kommen beim Ölheizungstausch zusätzliche Punkte hinzu:

  • Öltank entfernen: Oberirdische Tanks demontieren, unterirdische Tanks fachgerecht stilllegen und verfüllen (1.500 bis 5.000 €)
  • Schornstein: Oft nicht mehr nötig – prüfen, ob er stillgelegt oder umgerüstet werden muss
  • Ölreste entsorgen: Restöl muss fachgerecht abgepumpt und entsorgt werden
  • Kein Gasanschluss nötig: Die Wärmepumpe läuft mit Strom – ideal kombinierbar mit Photovoltaik

Diese Kosten sind in der Regel förderfähig, sofern sie direkt zum Heizungstausch gehören und in der BzA ausgewiesen sind.

Der Ablauf im Überblick

  1. Bestandsaufnahme: Zustand von Tank, Leitungen und Heizungsanlage prüfen
  2. Planung und Angebot: Heizlastberechnung, Auswahl der Wärmepumpe (Luft-Wasser oder Sole-Wasser)
  3. Förderantrag: BzA, bedingter Vertrag, Antrag bei der KfW vor Montagebeginn
  4. Demontage: Ölheizung und Tank entfernen, Anschlüsse stilllegen
  5. Installation: Wärmepumpe einbauen, hydraulischer Abgleich, Inbetriebnahme
  6. Abnahme und Auszahlung: BnD einreichen, Zuschuss erhalten

Die Gesamtdauer beträgt meist 2 bis 4 Wochen – abhängig von Tankgröße und Zugänglichkeit.

Kosten: Ölheizung vs. Wärmepumpe

Der komplette Öl-zu-Wärmepumpe-Tausch kostet typischerweise 25.000 bis 42.000 Euro brutto – etwas mehr als beim Gas, wegen Tankentsorgung und ggf. Schornsteinarbeiten. Nach Förderung bleiben 12.000 bis 25.000 Euro Eigenanteil.

Maximale Förderung für Ölheizungs-Besitzer

Beim Austausch einer funktionstüchtigen Ölheizung erhältst du als selbstnutzender Eigentümer den vollen Klimageschwindigkeitsbonus von 16 Prozent – zusätzlich zur Grundförderung von 30 Prozent. Das ergibt bereits 46 Prozent auf maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten, also 12.880 Euro Zuschuss.

Mit Einkommensbonus (bis 40 % bei Haushaltseinkommen bis 30.000 €) steigt der Zuschuss auf bis zu 22.400 Euro – bei 80 Prozent Förderquote auf die Höchstkosten.

Der Klimageschwindigkeitsbonus gilt nur, wenn nach dem Tausch keine fossile Heizung mehr im Gebäude verbleibt. Ein Öltank allein ist kein Hindernis – aber die Ölheizung muss vollständig ersetzt werden.

Aktuelle Fördersätze und Bedingungen findest du unter Förderung Wärmepumpe 2026. Nutze den Förderrechner für deine individuelle Berechnung.

Warum sich der Umstieg lohnt

Ölheizungen verursachen 2026 2.000 bis 3.500 Euro Heizkosten pro Jahr – Tendenz steigend. Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5 kostet 800 bis 1.500 Euro Strom. Hinzu kommt: Kein Ölkauf mehr, keine Lieferschwierigkeiten, keine Tankwartung. Über 20 Jahre sparst du deutlich – und steigerst den Wert deiner Immobilie.

Fazit

Der Tausch einer Ölheizung gegen eine Wärmepumpe ist aufwendiger als bei Gas – wegen Tank und Schornstein – aber die Förderung ist identisch und attraktiv. Mit Klimageschwindigkeitsbonus und Einkommensbonus sind Zuschüsse über 20.000 Euro möglich. Klimakraft koordiniert Tankentsorgung, Installation und Förderantrag aus einer Hand. Vereinbare die kostenlose Beratung und lass deinen Anspruch prüfen.

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