Heizungstausch

Gasheizung durch Wärmepumpe ersetzen: Ablauf, Kosten, Förderung

Gasheizung raus, Wärmepumpe rein: So läuft der Heizungstausch 2026 ab – von der Planung über die Kosten bis zum KfW-Zuschuss beim Austausch deiner Gasheizung.

16. Juli 20262 Min. LesezeitKlimakraft Redaktion

Deine Gasheizung wird älter, die CO₂-Abgabe steigt – und ab 2045 dürfen in Bestandsgebäuden keine neuen Gasheizungen mehr eingebaut werden. Der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist 2026 die sinnvollste Alternative. Hier erfährst du, wie der Tausch abläuft, was er kostet und welche Förderung dir zusteht.

Warum jetzt von Gas auf Wärmepumpe wechseln?

Gasheizungen verursachen hohe Betriebskosten und CO₂-Emissionen. Eine Wärmepumpe nutzt Umgebungswärme und arbeitet besonders effizient mit Strom aus einer Photovoltaik-Anlage. Der Staat fördert den Umstieg kräftig – fossile Neuanlagen erhalten dagegen keinen Zuschuss mehr.

Der Ablauf Schritt für Schritt

  1. Ersteinschätzung: Passt eine Wärmepumpe zu deinem Gebäude? Vorlauftemperatur, Dämmung und Heizflächen entscheiden.
  2. Heizlastberechnung: Der Fachbetrieb ermittelt die nötige Leistung deiner neuen Anlage.
  3. Angebot und Förderung: Festpreis-Angebot inklusive BzA und bedingtem Vertrag
  4. KfW-Antrag: Antragstellung im Portal „Meine KfW" vor verbindlichem Auftrag
  5. Installation: Demontage der Gasheizung, Einbau der Wärmepumpe, hydraulischer Abgleich
  6. Inbetriebnahme und BnD: Abnahme, Rechnungen und Auszahlung des Zuschusses

Die Installation dauert in der Regel 3 bis 5 Tage. Details zum Ablauf findest du unter Wärmepumpe.

Was kostet der Tausch?

Typische Gesamtkosten für den Gas-zu-Wärmepumpe-Tausch liegen bei 22.000 bis 38.000 Euro brutto. Enthalten sind Demontage, Gerät, Montage, Pufferspeicher und hydraulischer Abgleich. In manchen Altbauten kommen Heizkörpertausch (350 bis 1.100 € pro Stück) oder Elektroarbeiten am Zählerschrank hinzu. Eine raumweise Heizlastberechnung zeigt, ob deine bestehenden Heizkörper ausreichen – oft genügen sie, wenn die Vorlauftemperatur unter 55 °C bleibt.

Förderung beim Gasheizungs-Austausch

Als selbstnutzender Eigentümer erhältst du über KfW 458 ab dem 21. Juli 2026:

  • Grundförderung: 30 %
  • Klimageschwindigkeitsbonus: 16 % – beim Austausch einer funktionstüchtigen Gasheizung (mindestens 20 Jahre alt) oder jüngerer fossiler Anlage
  • Einkommensbonus: bis 40 % – gestaffelt nach Haushaltseinkommen

Auf maximal 28.000 Euro förderfähige Kosten ergibt das im Standardfall (46 %) einen Zuschuss von 12.880 Euro. Mit Einkommensbonus kann der Eigenanteil auf 10.000 bis 20.000 Euro sinken.

Nach dem Tausch darf im Gebäude keine fossile Heizung mehr verbleiben – das ist Voraussetzung für den Klimabonus.

Den individuellen Betrag berechnest du im Förderrechner. Welche Unterlagen nötig sind, prüfst du im Förderunterlagen-Check.

Laufende Kosten: Gas vs. Wärmepumpe

Eine Gasheizung verursacht 2026 1.600 bis 2.400 Euro Heizkosten pro Jahr – plus steigende CO₂-Abgabe. Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5 kostet 750 bis 1.400 Euro Strom. Über 20 Jahre sparst du damit mehrere Zehntausend Euro – unabhängig von der Anschaffungsförderung.

Fazit

Der Austausch einer Gasheizung gegen eine Wärmepumpe kostet 2026 brutto 22.000 bis 38.000 Euro, nach Förderung oft nur 10.000 bis 20.000 Euro. Der Klimageschwindigkeitsbonus macht den Umstieg besonders attraktiv – er sinkt ab 2027 halbjährlich weiter. Trotz höherer Investition rechnet sich der Umstieg durch niedrigere Betriebskosten und den staatlichen Zuschuss. Klimakraft vermittelt dir den passenden Fachbetrieb und übernimmt auf Wunsch die komplette Förderabwicklung. Starte mit der kostenlosen Beratung.

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